FAQ

Allgemeine Fragen

Morbus Dupuytren ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Handinnenfläche, bei der sich Knoten und Stränge bilden, die langfristig zu einer Beugestellung der Finger führen können.

Die Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet, meinen aber eigentlich nicht dasselbe.

Von einer Dupuytren-Krankheit spricht man grundsätzlich dann, wenn sich in der Handinnenfläche krankhaft verändertes Bindegewebe bildet. Typisch sind kleine Knoten, Stränge oder Verhärtungen unter der Haut. Viele Betroffene haben zunächst noch keinerlei Einschränkung der Fingerbeweglichkeit.

Eine Dupuytren-Kontraktur liegt im klassischen Sinne erst dann vor, wenn sich ein Finger durch diese Veränderungen dauerhaft nicht mehr vollständig strecken lässt. Die erkrankten Stränge ziehen den Finger langsam in eine Beugestellung – meist betrifft es Ring- oder Kleinfinger.

Es gibt jedoch eine wichtige Zwischenstufe: Die erkrankten Faszienanteile können bereits deutlich unter krankhafter Spannung stehen, ohne dass die Gelenke noch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Biologisch handelt es sich dabei bereits um kontraktes Gewebe – klinisch spricht man noch nicht von einer Kontraktur. Genau in diesem frühen Stadium kann eine Behandlung mit der Nadelfasziotomie (PNF) sinnvoll sein: Die verspannten Stränge werden entspannt, bevor es zur eigentlichen Gelenkblockade kommt.

Nein. Die Erkrankung ist derzeit nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die die Symptome verbessern und die Funktion der Hand erhalten können.

 

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Bei manchen Patienten bleibt die Erkrankung lange stabil, bei anderen schreitet sie fort.

Ursachen & Risiken

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Eine genetische Veranlagung spielt wahrscheinlich eine zentrale Rolle.

Ja, unter anderem:
• familiäre Veranlagung
• Stoffwechselerkrankungen
• mechanische Belastung der Hand

 

Eine zuverlässige Prävention gibt es nicht. Schonender Umgang mit der Hand kann möglicherweise hilfreich sein.

Diagnose

Typische Anzeichen sind:
• Knoten in der Handfläche
• tastbare Stränge
• zunehmende Fingerkrümmung

Spätestens wenn sich die Finger nicht mehr vollständig strecken lassen oder die Handfunktion eingeschränkt ist.

Junge Patienten, die intensiv Sport treiben, bei dem die Hand stark beansprucht wird, und erste Zeichen der Dupuytrenkrankheit entwickeln, sollten sich frühzeitig über die Möglichkeit einer PNF beraten lassen.

Behandlung

Die wichtigsten Behandlungsoptionen sind:

• Beobachtung (bei mildem Verlauf)
• minimalinvasive Verfahren wie die perkutane Nadelfasziotomie (PNF)
• operative Eingriffe
• Schienenbehandlung
• Strahlentherapie

Ein minimalinvasives Verfahren, bei dem krankhafte Stränge mit einer Nadel durchtrennt werden. Die Behandlung erfolgt ambulant und ermöglicht oft eine schnelle Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Außerdem kann man mit dieser Methode den Krankheitsverlauf besonders bei jungen Patienten verzögern.

Bei fortgeschrittenen Kontrakturen oder wenn minimalinvasive Verfahren nicht ausreichen oder nicht gewünscht sind.

Andere Krankheiten

Der Ausbruch einer Dupuytrenerkrankung steht gelegentlich in einem Zusammenhang mit einer vorherigen Operation wegen des schnellenden Fingers.

Eine verwandte Erkrankung mit ähnlichen Veränderungen – allerdings an der Fußsohle.

Nachbehandlung

• Schonung der Hand in den ersten Tagen
• ggf. Schienenbehandlung
• physiotherapeutische Übungen

Das hängt von der Behandlung ab. Nach PNF oft innerhalb weniger Tage, nach Operation deutlich länger.

Praxis

Untersuchung und Beratung im Ambulanten BehandlungsCentrum (ABC) Wöhrder See (Dr. Radu und Partner), die Operationen im Ambulanten Behandlungszentrum im Campus Nord des Klinikums Nürnberg.  

Außerdem können Sie die Möglichkeit einer Online Sprechstunde in Anspruch nehmen.

Bitte beachten Sie, dass Prof. Reichert mit gesetzlichen Krankenkassen nicht abrechnen kann und daher ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandelt.

Termine bekommen Sie zu den üblichen Zeiten über die Kontaktmöglichkeiten der Praxis (0911 519 2 519), oder nutzen Sie alternativ das Online-Anmeldeformular.