„Wunder gibt es immer wieder“!

Eigentlich nimmt man bei einer Nadelfasziotomie kein Gewebe aus der Hand heraus. Trotzdem beobachtet man immer wieder, dass der Körper die Reste der Dupuytrenkrankheit spontan abbaut. 

Ich habe vor einigen Wochen zufällig einen Patienten wiedergetroffen, bei dem ich vor vielen Jahren eine PNF (Nadelfasziotomie) wegen einer frühen Dupuytren-Erkrankung durchgeführt hatte, und war beim Blick auf seine Hand vom unauffälligen Befund wirklich beeindruckt. Aus diesem Anlass habe ich ihn gebeten, in einem Gespräch für meinen Kanal seine Erfahrungen zu schildern, weil seine Geschichte zeigt, wie gut diese minimalinvasive Methode im geeigneten Stadium funktionieren kann.

Im Interview erinnere ich mich daran, dass er damals Knoten in der Hohlhand und eine beginnende Streckbehinderung am kleinen und Ringfinger hatte, wir uns nach seiner eigenen Recherche kennengelernt haben und ich ihm die PNF als schonende Option mit nur kleinen Einstichen und schneller Heilung erläutert habe. Nach dem Eingriff trug er eine Nachtschiene deutlich länger als empfohlen, weil er einem möglichen Wiederanziehen der Finger vorbeugen wollte, konnte aber schon nach kurzer Zeit wieder alle Aktivitäten aufnehmen und ist bis heute praktisch beschwerdefrei, ohne sichtbare Narben oder tastbare Knoten.

Im Gespräch betone ich, dass die PNF die Erkrankung nicht „entfernt“, sondern die krankhaften Stränge funktionell durchtrennt und der Körper in Einzelfällen – wie bei ihm – die verdickten Anteile später offenbar weitgehend zurückbilden kann. Gemeinsam empfehlen wir den Zuschauerinnen und Zuschauern, frühzeitig bei ersten Anzeichen fachliche Hilfe zu suchen, sich die Optionen genau erklären zu lassen und nicht zu lange zu warten, damit eine minimalinvasive Behandlung überhaupt noch möglich bleibt.

 

Kann das sein? 9 Jahre nach einer PNF ist nichts mehr zu sehen #gutlebenmitdupuytren
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