Behandlungen

Behandlung von Morbus Dupuytren: Verfahren im Überblick

Morbus Dupuytren verläuft individuell sehr unterschiedlich. Deshalb gibt es nicht „die eine richtige Therapie“, sondern verschiedene Behandlungen bei Morbus Dupuytren – abgestimmt auf Befund, Beschwerden und persönliche Situation.

Weitere Informationen finden Sie bei der Deutschen Dupuytren-Gesellschaft.

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Begleitendes Beobachten (Kontrolliertes Abwarten)

Nicht jede Dupuytren-Erkrankung muss sofort behandelt werden.

Gerade in frühen Stadien, wenn noch keine funktionelle Einschränkung besteht, ist es sinnvoll, den Verlauf zunächst zu beobachten. Die Erkrankung schreitet häufig langsam voran – manchmal über Jahre hinweg.

Durch regelmäßige ärztliche Kontrollen lässt sich rechtzeitig erkennen, ob und wann eine Behandlung notwendig wird. Dieses Vorgehen vermeidet unnötige Eingriffe und erhält alle therapeutischen Optionen für den richtigen Zeitpunkt.

2

Klassische Operation (limitierte Fasziektomie)

Bewährte chirurgische Entfernung des erkrankten Gewebes.

Über gezielte Hautschnitte wird das krankhaft veränderte Bindegewebe sorgfältig entfernt. Ziel ist es, die Finger wieder zu strecken und die Funktion der Hand zu verbessern.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner operativen Technik liegt auf einem möglichst narbensparenden Vorgehen. Das bedeutet: präzise Schnittführung, schonender Umgang mit dem Gewebe und ein ästhetisch sowie funktionell optimiertes Ergebnis.

3

Dermofasziektomie

Erweiterte Operation mit Entfernung der Haut.

Auch sie gehört zur Behandlung von Morbus Dupuytren, kommt aber nur bei speziellen Befunden infrage. In seltenen Fällen ist nicht nur das darunterliegende Gewebe, sondern auch die Haut selbst krankhaft verändert oder stark mitbetroffen. Dann kann es notwendig sein, Haut und erkranktes Gewebe gemeinsam zu entfernen.

Da dabei ein Hautdefekt entsteht, wird dieser im gleichen Eingriff durch eine Hautverpflanzung gedeckt. Diese Methode wird nur bei speziellen Befunden eingesetzt, kann dann aber helfen, das Risiko eines Wiederauftretens zu reduzieren.

4

Segmentale Fasziektomie

Gezielte, begrenzte Entfernung einzelner Stränge.

Diese Technik stellt einen Mittelweg zwischen klassischer Operation und minimalinvasiver Behandlung dar. Es wird nur ein kleiner Abschnitt des erkrankten Gewebes entfernt, anstatt großflächig zu operieren.

Die segmentale Fasziektomie kann sinnvoll sein, wenn eine vollständige Operation nicht notwendig erscheint, aber eine reine Durchtrennung (wie bei der Nadelfasziotomie) nicht ausreicht. Sie ist damit eine gewebeschonende Option zur Behandlung von Morbus Dupuytren, wenn eine vollständige Operation nicht nötig erscheint oder nicht gewünscht wird.

5

Nadelfasziotomie (perkutane Nadelfasziotomie, PNF)

Minimalinvasive Behandlung ohne Hautschnitt.

Schemazeichnung der Nadelfasziotomie zur Behandlung von Morbus Dupuytren: Der erkrankte Bindegewebsstrang wird mit einer Nadel durchtrennt.

Dabei werden die verhärteten Bindegewebsstränge über kleine Hautpunktionen mit einer feinen Nadel gezielt geschwächt und anschließend vorsichtig gedehnt.

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant, mit schneller Erholung und ohne größere Wunde. Besonders geeignet ist diese Methode bei bestimmten Strangformen und weniger ausgeprägten Kontrakturen.

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Schienen und Orthesen

Schienen und Orthesen ergänzen die Behandlung von Morbus Dupuytren, indem sie das erreichte Streckergebnis stabilisieren.

Spezielle Schienen oder Orthesen können nach einer Behandlung eingesetzt werden, um das erreichte Streckergebnis zu stabilisieren oder die Heilung zu unterstützen.

Sie kommen individuell angepasst zum Einsatz – je nach Therapieform, Befund und Heilungsverlauf. Entscheidend ist dabei nicht nur das Tragen der Schiene, sondern auch eine sinnvolle Kombination mit Bewegung und funktioneller Nachbehandlung.

Einen ganz neuen Ansatz verfolgt man mit der DPT-Orthese, die eigenständig zu einer Korrektur von Fingerkrümmungen führen soll.

Welches Verfahren passt zu Ihnen?

Das klären wir gemeinsam in der Sprechstunde – abgestimmt auf Ihren Befund und Ihre persönliche Situation.