Operation, Nadelfasziotomie oder Kollagenase-Spritze – wer einen krummen Finger hat, steht vor der Wahl. Dieser Beitrag stellt die Dupuytren-Behandlungsmethoden im Vergleich vor und fragt vor allem: Wie lange hält das Ergebnis? Eine finnische Studie, die Detect-Studie, hat die drei Verfahren direkt gegenübergestellt; weil sie als Kandidat für den Dupuytren-Award eingereicht wurde, hat sie besondere Beachtung gefunden.
Aufbau: eine randomisierte, multizentrische Studie mit verblindeter Messung; über 400 Finger, zwei Jahre begleitet; verglichen wurden Operation, Nadelfasziotomie und Kollagenase.
Ergebnisse:
Risikofaktoren für ein schnelleres Wiederkrummwerden waren jüngeres Alter, Rauchen, Befall des Kleinfingers und eine Kontraktur mit Schwerpunkt am Mittelgelenk (PIP). Nach den Studiendaten spricht dieses Risikoprofil – jung, Raucher, Kleinfinger, Mittelgelenk – eher für die stabilere Operation.
Die Studie ist methodisch stark: randomisiert, multizentrisch, verblindet gemessen, mit objektiven, fingerbasierten Daten zu Progression und Nachbehandlung – ein wichtiger Schritt hin zu evidenzbasierten Entscheidungen. Ein paar Grenzen sollte man aber kennen, bevor man die Zahlen überinterpretiert:
Die Detect-Studie liefert wertvolle Zahlen für die Beratung, ersetzt aber nicht die individuelle, patientenzentrierte Entscheidung. Die Kunst besteht darin, objektive Daten, klinische Erfahrung und die Vorstellungen des Patienten zu verbinden.
Mein Kommentar zur Studie @duplife
Gut leben mit Dupuytren 29. März 2026 14:00