Im Video wird erklärt, wie die Haut heilt und wie eine Dupuytren-Operation abläuft, und ein Patient, Herr Plachta, berichtet von seinen Erfahrungen.

Zu Beginn erläutere ich den Aufbau der Haut: Zellen aus tieferen Schichten wandern nach außen, trocknen aus und bilden die Hornschicht, die sich insbesondere an Händen und Füßen stark verdickt und bei Verletzungen oder Operationen zunächst als „tote“ Schicht nicht wieder mitheilt. Nach einer Operation – etwa bei Dupuytren – dürfen Wunden zunächst nicht gewaschen werden, sodass sich Hornschuppen ansammeln, der ursprüngliche Wundspalt äußerlich sichtbar bleibt und die Wundränder sich wölben, was Patientinnen und Patienten oft verunsichert. Am Beispiel von Herrn Plachta wird gezeigt, dass diese Phase vorübergeht: Die Hornschicht löst sich nach und nach, die Haut regeneriert sich bei guter Pflege jedoch in der Regel gut.

Im Operationsabschnitt wird eine offene Dupuytren-Operation am Kleinfinger demonstriert. Über mehrere Schnitte werden Hautlappen angehoben, das strangartig veränderte Bindegewebe dargestellt und sorgfältig von Nerven und Gefäßen getrennt, bevor der kontrakte Strang durchtrennt und entfernt wird. Nach dem Entfernen des Strangs lässt sich das vormals blockierte Gelenk wieder strecken, die Wunden können spannungsfrei mit feinem Nahtmaterial verschlossen werden und am Ende wird die Durchblutung der Finger und Hautlappen kontrolliert, die sich gut zeigt.

Im anschließenden Gespräch berichtet der Patient, dass er lange über eine Operation nachgedacht und sich nach Informationen – unter anderem über YouTube-Videos – schließlich für den Eingriff entschieden hat. Er beschreibt eine gute Betreuung durch das Team, wenig Angst vor der Operation und eine aufwendigere, aber komplikationslose OP. Zu Hause dokumentierte er den Heilungsverlauf täglich mit Fotos, weil die ersten Wochen für ihn optisch „scheußlich“ wirkten und er unsicher war, ob alles richtig verheilt.

Der weitere Verlauf zeigt, dass sich die Beweglichkeit schrittweise deutlich verbessert. Nach etwa drei Wochen konnte er den kleinen Finger etwas bewegen, nach fünf Wochen schon weit in die Hohlhand beugen, und nach ungefähr acht Wochen war die Beugung aus seiner Sicht wieder vollständig möglich. Die Streckung ist nach jahrelanger Beugedeformität noch eingeschränkt, wird aber durch Übungen weiter trainiert. Zum Schluss fasse ich die Fotoserie des Patienten zusammen: Zunächst ist der Wundspalt mit Hornresten sichtbar, dann löst sich die Hornschicht allmählich, und schließlich erholt sich die Haut bei guter Pflege deutlich; dies soll anderen Betroffenen Mut machen, die vor einer Operation stehen.

Frische Wunden, zum Beispiel nach einer Dupuytren-Operation, soll man schützen soll. Erst nachdem die Hautfäden entfernt worden sind, darf man sich dort wieder waschen. Bis dahin schichten sich Hornschuppen auf, die sonst beim Händewaschen entfernt worden wären.

So bleibt der Spalt der ursprünglichen Wunde äußerlich sichtbar und die Ränder wölben sich auf, was Patienten manchmal verunsichert.

Herr Plachta hat das mit täglichen Fotos dokumentiert. 

Schauen Sie selbst!