Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie sich die Dupuytren-Krankheit bei Männern und Frauen unterscheidet.
Grundsätzlich sind Männer häufiger betroffen, allerdings zeigen verschiedene Studien je nach Land und Untersuchungsmethode stark unterschiedliche Zahlen. Teilweise entstehen diese Unterschiede dadurch, dass frühe Krankheitsstadien ohne funktionelle Einschränkung in Studien nicht erfasst werden.
Große bevölkerungsbasierte Untersuchungen zeigen:
- Männer erkranken häufiger und früher
- Frauen sind seltener betroffen und erkranken meist etwa 10 Jahre später
- Im höheren Alter gleichen sich die Häufigkeiten teilweise an
Die Ausprägung der Erkrankung unterscheidet sich ebenfalls:
- Bei Männern verläuft die Erkrankung oft aggressiver
- Frauen benötigen statistisch seltener mehrere Operationen
- Frauen lassen sich möglicherweise früher behandeln oder zeigen mildere Verläufe
Frühere Studien berichteten sogar über unterschiedliche Komplikationsraten nach Operationen (z. B. CRPS/Morbus Sudeck), wobei diese Ergebnisse heute aufgrund veränderter Operationsmethoden nur eingeschränkt gültig sind.
Neuere Daten deuten insgesamt darauf hin, dass Frauen tendenziell günstigere Verläufe und bessere Behandlungsergebnisse haben könnten.
Abschließend betont der Beitrag, dass die Erkrankung zwar geschlechtsspezifische Unterschiede zeigt, diese aber stark von Alter, Studiendesign und Behandlungszeitpunkt beeinflusst werden.
