Im Video wird erklärt, welche Narkose‑Möglichkeiten es bei der klassischen Operation (z.B. wegen Dupuytren) gibt und was das für den Aufenthalt im Krankenhaus und den Heimweg bedeutet.youtube
Ambulant trotz Narkose
Bei kleineren Eingriffen ist in der Regel kein stationärer Aufenthalt über Nacht nötig, auch nicht bei Vollnarkose, solange keine schweren Vorerkrankungen bestehen.
Nach einer kürzeren Operation können Patientinnen und Patienten meist am Nachmittag wieder nach Hause gehen.
Regionalanästhesie (Plexusblock)
Bevorzugtes Verfahren ist eine Regionalanästhesie des Arms über einen Stich in die Achsel (axilläre Plexusanästhesie) unter Ultraschallkontrolle.
Ein örtliches Betäubungsmittel wird um die Nerven gespritzt, der Arm wird innerhalb von etwa 15 Minuten taub und bleibt circa 3–6 Stunden schmerzfrei.
Währenddessen kann der Chirurg operieren; die Patienten sehen das Operationsfeld nicht, können danach essen, trinken und nach Hause gehen.
Vollnarkose
Bei Vollnarkose bekommen die Patienten Medikamente zum Einschlafen und werden während der Operation überwacht.
Nach der Operation kommen sie in den Aufwachraum und können, wenn sie 2–3 Stunden ausgeschlafen haben und alles stabil ist, ebenfalls nach Hause.
Heimweg und Verhalten nach der Narkose
Unabhängig von der Narkoseart gelten Patienten für etwa 24 Stunden als nicht fahrtüchtig und rechtlich eingeschränkt geschäftsfähig; sie dürfen kein Auto fahren, keine Maschinen bedienen und keine Verträge unterschreiben.
Sie brauchen eine Begleitperson, die sie abholt und im Idealfall in Rufweite bleibt, falls seltene Komplikationen wie Nachblutungen oder Übelkeit auftreten.
Empfohlen wird, den Tag zu Hause ruhig zu verbringen, etwa mit Lesen oder Fernsehen.
Ultraschall und Sicherheit
Der Ultraschall ermöglicht es, die dicken Armnerven sichtbar zu machen, die Nadel gezielt an den Nerv zu führen und das Lokalanästhetikum dort zu platzieren.
Dadurch braucht man weniger Medikament und erreicht eine sehr hohe Erfolgsrate der Blockade von über 98%.
Umgang mit Angst und Mitentscheidung
Es gibt unterschiedliche Patiententypen: einige möchten wach und „Herr ihrer Sinne“ bleiben, andere lieber überhaupt nichts mitbekommen.
Wenn medizinisch nichts gegen die verschiedenen Verfahren spricht, erläutert der Anästhesist beide Optionen, gibt eine Empfehlung und lässt den Patienten entscheiden, ob er Regionalanästhesie oder Vollnarkose bevorzugt.
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