Im neuen Video gibt es ein Interview mit Herrn STRELOW, einem ehemaligen Polizeibeamten. Ich musste ihn operieren und habe ihn 10 Wochen danach gesprochen. Und wenn ehemaliger Kriminalkommissar die Spuren der Operation an seiner eigenen Hand nicht mehr erkennen kann, dann ist das schon etwas besonderes.
In dem Video schildere ich eine fortgeschrittene Dupuytren-Erkrankung mit starker Hornhautbildung, bei der eine minimalinvasive Nadelfasziotomie nicht mehr ausreicht und deshalb eine offene Operation mit spezieller Schnittführung und Hauttransplantation notwendig ist. Herr Strelow beschreibt, dass sein kleiner Finger über etwa ein Dreivierteljahr zunehmend in Beugestellung fixiert war, ihn bei handwerklicher Arbeit und Motorradschrauben behinderte und die Hornhaut trotz eigener Pflegeversuche immer weiter zunahm.
Ich erkläre, dass die Hornhaut mit der darunterliegenden Dupuytren-Strangbildung verwachsen war und deshalb mitsamt dem erkrankten Gewebe entfernt und durch Haut von einer anderen Fingerstelle ersetzt werden musste. Postoperativ konnte Herr Strelow den Finger unmittelbar nach Abklingen der Narkose wieder vollständig strecken, er benötigte keine Schiene und auch keine formale Handtherapie, weil er die Beweglichkeit früh über seine praktischen Tätigkeiten zurückgewonnen hat.
Er berichtet über eine geringe, lokal begrenzte Taubheit im Bereich der transplantierten Haut, empfindet dies aber nicht als störend, und bestätigt, dass keine relevanten Nervenschäden vorliegen. Er hebt hervor, wie wichtig es ist, die Erkrankung rechtzeitig anzugehen, fachmännischen Rat einzuholen und sich bei entsprechender Ausprägung operieren zu lassen, da sich das Problem aus seiner Sicht nicht von selbst bessert.
Ich betone, dass das sehr gute Ergebnis auch darauf beruht, dass Herr Strelow relativ früh kam, bevor Gelenk und Haut sich noch stärker an die Fehlstellung gewöhnt hätten, und verweise auf seine lang anhaltend gute Erfahrung nach einer früheren Operation an der Gegenseite. Am Ende bedanke ich mich bei dem Patienten für seine authentische Schilderung, verweise auf die Narbenbilder am Videoende.
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